Zitat Zitat von Dietrich Groenemeyer
Dietrich Groenemeyer

Aktuelles


 

Karfreitag, 18. April 2014, 14.10 Uhr  Dietrich Grönemeyer – Leben ist mehr!

Zum Karfreitag 2014

 

 

 

Film von Christian Schnelting und Florian Beck

Moderation Prof. Dietrich Grönemeyer

Redaktion Silvia Schmidt-Kahlert

Länge ca. 13 Minuten

 

Inhalt:

Die Freunde sind fast alle gestorben, der Alltag wird immer mühsamer.  Doch auch mit ihren 100 Jahren lässt sie sich den Optimismus nicht  nehmen. Hildegard B.: "Ich gebe nicht auf, und wenn der Rücken noch so weh tut." Der Tod? Dieser Gleichmacher - auch vor ihm hat sie keine Angst, soll er doch kommen: "Ich sage mir immer: Es kommt doch jeder durch. Andere schaffen es auch, dann wirst du es ebenfalls schaffen", erzählt die vor Leben sprühende 100-Jährige Dietrich Grönemeyer.

Dietrich Grönemeyer möchte am Karfreitag erfahren, wie alt gewordene Menschen ihr Leben meistern - und dem Tod mutig und versöhnlich entgegentreten. Dabei begegnet er auch dem Schweizer Charles E. Der darf sich nicht nur "fittester 94-Jähriger der Welt" nennen - er lebt auch so sportlich und gesund, dass mancher junge Bursche gegen so viel Motivation und Power schnell alt aussieht. "Die meisten in meinem Alter sollten so gesund sein. Dass sie es nicht sind, ist doch grotesk."

Wie bewältigen alte Menschen ihr Leben? Was ist unwichtig, was ist wichtig für sie geworden? Wie kann man die letzten Jahre lebensfroh gestalten? Fragen wie diesen geht Dietrich Grönemeyer zum Karfreitag nach. Er besucht zwei alte Menschen, die die späten Jahre nicht nur hinnehmen, sondern ganz bewusst nutzen. Jeder auf seine Art:

Hildegard B. lebt noch immer in ihrer kleinen Wohnung, doch ihre Möglichkeiten sind mit den Jahren nicht gerade gewachsen: "Die Kraft geht einfach weg", sagt sie. Aber die ältere Dame lässt sich nicht unterkriegen. Selbstständigkeit ist ihr wichtig. Optimismus ihr Antrieb. Selbst, wenn nur noch kleine Ausflüge drin sind: Auch wenig kann schön sein. "Abends denke ich oft: Ja, es ist ein schöner Tag gewesen. Und ich freue mich einfach, dass ich ihn erleben durfte."

Ganz anders geht Charles E. das Leben im Alter an. Dietrich Grönemeyer begegnet dem superrüstigen Rentner in dessen Heimat bei Zürich. Und zwar da, wo der 94-Jährige am häufigsten zu finden ist: im Fitnessstudio. Der 1919 geborene Charles E. hat erst mit 85 mit dem Bodybuilding begonnen. "Ich jage nicht der Jugend nach", die sei Geschichte. "Was ich erstrebe, ist Gesundheit", sagt der ehemalige Zahnarzt, der ganz bewusst gegen den Strom schwimmt. Oft kann er nur mit dem Kopf schütteln: "Menschen werden glauben gemacht, dass  das Leben nach 65 durch ist." Charles E. beweist das Gegenteil: Mit 78  gewann er sein erstes internationales Ruderrennen, mehr als 100 Titel sollten folgen. Und, keine Frage, noch heute geht er regelmäßig auf den Zürichsee, um zu trainieren. Mit 85 spürte er es - der Körper, wollte nicht mehr so wir früher. Doch Charles E. nahm es nicht einfach hin, sondern ließ die Muskeln spielen. Zeit fürs Fitnessstudio! "Wenn man in hohem Alter Bodybuilding beginnt, hat man nicht nur mehr Jahre Leben vor sich, sondern auch mehr Leben in den verbleibenden Jahren", eine nicht gerade alltägliche Einstellung.

Zwei Wege, zwei Menschen: Dietrich Grönemeyer begleitet beide, fragt und hört zu. Am Ende wird der neue Anfang gesucht. Ob mit Gelassenheit oder scheinbar grenzenloser Energie - es gibt viele Möglichkeiten, das Leben im hohen Alter zu meistern. Auch der christliche Feiertag Karfreitag, an dem es um Leben und Tod geht,  bekommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung.

 

 

Von Mensch zu Mensch

 

Der Blick in den Rückspiegel und der nach vorn – ein Jahr nach dem Start der erfolgreichen ZDF-Reihe, das Interview:

 

Herr Prof. Grönemeyer, gut ein Jahr ist vergangen. Schon am 20. November geht die fünfte Folge der Reihe „Dietrich Grönemeyer – Leben ist mehr!“ auf Sendung. Wenn Sie zurückblicken, haben Sie je bereut, ein Format zu übernehmen, das nur bedingt mit Ihrem Fachgebiet, der Medizin, zu tun hat?

 

Grönemeyer:

Nicht eine Sekunde. Bei „Leben ist mehr!“ führe ich genau das konsequent weiter, was mir als Arzt ja gerade so wichtig ist: Ich spreche mit Menschen. Ich erfahre etwas über den Weg, den sie hinter sich haben, wie sie das Leben mit all seinen Brüchen und Wendungen bewältigen. Ich bestaune ihre Kraftquellen und versuche, ihnen dabei zu helfen, sich selbst zu helfen. Dafür brauche ich weder die medizinische Diagnose noch Therapie. Jeder hat sein Leben auch selbst in der Hand. Und es fasziniert mich immer wieder, wie unglaublich stark die Menschen sind, die ich besuchen darf, um sie auf einem Stück ihres Weges begleiten zu können.

Organtransplantation, das späte Liebesglück, die zweite Chance, der harte Weg zurück aus dem Gefängnis oder aus der Obdachlosigkeit – Ihre Themen reichen weit.

Grönemeyer: Ich freue mich über das Leben in all seinen Formen. Die Kraft, die in vielen schlummert, ist immer wieder fantastisch. Für eine Folge habe ich Yuliya besucht. Yuliya hatte einen schlimmen Autounfall, der sie beinahe aus dem Leben riss. Sie fiel für zwei Monate ins Wachkoma und brauchte weitere fünf, um wieder normal sprechen zu können. Das Unglaubliche: Yuliya war zum Zeitpunkt des Unfalls schwanger, im zweiten Monat. Sie hat ihre Tochter Lena bekommen. Wenn Mutter und Tochter jetzt beisammen sind, grenzt das für mich an ein Wunder. Das Wunder der Liebe auch. Sicher, es gibt harte Schicksalsschläge – aber das ist kein Grund für Fatalismus. Man muss kämpfen, das Herzund das Leben in die Hand nehmen. Durchhalten, auch, wenn’s schwer fällt.

Wenn der Dreh beendet und die Kamera aus ist, schalten auch Sie dann einfach ab?

Grönemeyer: Nein, wie denn? Wie soll mich so viel Leid, und mehr noch, so viel Freude kalt lassen? Auch wenn ich nur wenige Tage am Leben der Menschen teilhaben darf, so nehme ich sie doch in meinem Herzen mit. Wenn ein ehemaliger Drogensüchtiger mir mit Tränen in den Augen erzählt, dass sein verstorbener Vater immer bei ihm ist und hilft, berührt mich das sehr. Wenn ich erfahre, wie liebevoll Yuliyas Ehemann Miguel seine Frau im Wachkoma gepflegt hat, wie er nicht von ihrer Seite wich und ihr zurück ins Leben half, dann geht mir das nah, sehr nah. Auch mein Vater lag ein Jahr im Wachkoma. Bis zu seinem Tod. Doch auch er ist immer bei mir. Immer.

Karfreitag, Christi Himmelfahrt, Reformationstag, Buß- und Bettag, Ihre Sendungen laufen nicht ohne Grund an christlichen Feiertagen.

Grönemeyer: Gerade diese Feiertage sind so wichtig für uns. Es sind Tage, an denen wir zur Ruhe kommen sollten, Tage der Besinnlichkeit. Ich hoffe, dass das, was mich berührt, auch die Zuschauer berührt. Denn nur im Miteinander – mit Nächstenliebe – können wir uns und denen helfen, die allein sind und sich vielleicht gerade schwach fühlen. Der schnellste Weg von Mensch zu Mensch sind ein Lächeln und eine Berührung.

Apropos Weg. Lebenswege ziehen sich wie ein roter Faden durch Ihre Beiträge. Sind Sie auch mal in einer Sackgasse gelandet?

Grönemeyer: Die meisten Menschen erzählen mir gern von sich. Vielleicht, weil ich ihnen einfach mal zuhöre. Aber viele, die ich besucht habe, sahen sich schon in Sackgassen. Doch alle haben sich wieder auf den Weg gemacht, den Weg Richtung Leben. Meine Devise war schon immer: Der Weg ist das Ziel. Weil ich daran glaube, versuche ich, den Menschen Mut zu machen, sich auch schon über Etappenziele zu freuen, nie aufzugeben. Sie haben gerade nach der Bedeutung der christlichen Feiertage gefragt: Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Liebe und Vertrauen auf die eigene Kraft können Berge versetzen. Dabei spielt Hoffnung eine große Rolle. Wir müssen die Rahmenbedingungen für sie schaffen. Auch und besonders für jene, die landläufig schnell als „hoffnungslose Fälle“ abgestempelt werden. Für einen Beitrag war ich Gast in der Dr.-Horst-Schmidt-Klinik in Wiesbaden. Auf einer Komastation. Hier kümmern sich Pflegerinnen und Ärzte hingebungsvoll um ihre Patienten. Und auf einer Flur-Wand steht der Schriftzug: „Wege gemeinsam gehen“.

Genau darum geht es. Ob auf der Intensivstation, im Gefängnis, mit dem Obdachlosen von der Parkbank oder Menschen im Herbst des Lebens – Wege gemeinsam gehen: Mensch sein. Mitmensch sein. Und bleiben.

Ratschläge sind auch Schläge, sagt man. Wie stehen Sie dazu?

Grönemeyer: Ich versuche nie, die Menschen zu manipulieren. Ich versuche nur, sie zu ermutigen, ihren Weg weiterzugehen. Trotz noch so großer Probleme: An jedem Tag beginnt das Leben neu. Und jeder sucht und findet andere Lösungswege. Dem einen hilft Sport. Dem anderen Naturverbundenheit. Viele brauchen erst mal Ruhe, um zu sich selbst und ihren Liebsten zu kommen. Ich habe Menschen besucht, die waren Top-Manager, lebten auf der Überholspur – gefangen in einer Welt zwischen Ertrag und Erträglichkeit am Limit. Bis zum Schicksalsschlag, zum Wendepunkt. Vor lauter Tempo mussten sie oft erst langsam herausfinden, wo sie eigentlich im Leben stehen und wo sie hin wollen. Ich kann nur für mich sprechen: Wer an sich selbst glaubt, wer etwas für sich tut – nicht nur für die anderen –, wer sich die Zeit auch nimmt, die ihm gegeben ist, und nie aufgibt, auch die Schönheit des Lebens zu genießen, der geht seinen Weg.

Sie meinen: Es gibt zu wenig Mitgefühl, zu wenig Unterstützung von der Gesellschaft?

Grönemeyer: Auch jenseits der Gefängnismauern ist Einsamkeit heute eine große Barriere. Aus den verschiedensten Gründen: Viele Menschen bauen sich einen Schutzpanzer, mauern sich ein. Andere werden ausgegrenzt. Auf der Suche nach Liebe, Geborgenheit, Nähe und Wärme. Ein ehemaliger Obdachloser hat mir mal gesagt, er fühle sich wie ein Stückchen, das der Kosmos vergessen hat. Ein winzig kleines Puzzle-Stück nur, das seinen Platz im Weltbild verloren hat. Doch er hat alles gegeben, nicht locker gelassen, bis er wieder Anschluss fand, bis er wieder passte. Starke Menschen wie er machen mich nachdenklich und hoffnungsfroh. Und sie machen mir Mut. Mut, weiterzumachen.

Das heißt, die ZDF-Reihe „Dietrich Grönemeyer – Leben ist mehr“ bleibt auch künftig eine Herzensangelegenheit? Sie gehen den Weg mit dem ZDF weiter?

Grönemeyer: Ja, gern. Es macht mir große Freude, mit dem Team des ZDF zusammenzuarbeiten, gemeinsam Menschen zu begegnen, die überraschen, und in Situationen zu sein, die neu sind. Wissen Sie: Ob in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder im Alltag, überall dreht sich alles nur noch um Wachstum, Erfolg und Fortkommen. Sicher, wir brauchen das, um immer besser leben zu können. Das Problem ist die Beschleunigung. Alles muss immer schneller gehen. Dabei bleibt zu oft die Zeit auf der Strecke. Um mal innezuhalten, zur Besinnung zu kommen.

Gerade vor dem Hintergrund weltweiter Wirtschafts- und Finanzkrisen, angesichts dauerhaft aufflammender Macht- und Religionskonflikte sind wir gehalten, über unser Menschsein, über das Leben mit Herz und Seele nachzudenken. Das versuche ich, in der Sendung zu tun. Nicht abgehoben, nicht theoretisch oder von der Kanzel herab, sondern auf Augenhöhe, in der Begegnung mit Menschen, die Schweres erleben mussten und müssen. Mit ihnen möchte ich über Ängste, Hoffnung und Glauben sprechen. Über die Kraft eines höheren Wesen, die tief in uns allen steckt.

Im Laufe des Lebens und in meiner ärztlichen Praxis habe ich erfahren, wie viel Halt der Glaube geben kann. Ich empfind tiefen Respekt vor diesen „ganz normalen“ Wundern: Natur und Mensch. Ich weiß um meine Verantwortung für meinen Nächsten und das große Ganze. Und ich würde mich freuen, wenn mir die Zuschauer bei meinen Besuchen weiter folgen. Mit mir staunend Menschen begegnen. Besonderen Menschen, ja. Und doch auch Menschen wie du und ich.

 

 

 

 

Mit Herzlichkeit und Spaß ins Gleichgewicht
„Erwin und Rosi“-Tour besucht zehn Städte in NRW
(Dietrich Grönemeyer Stiftung und Knappschaft machen Kinder mobil)
Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer ist ein Mann, der Beides liebt: Menschen zu begeistern – und sich von ihnen begeistern zu lassen. Beim Start der „Erwin und Rosi“-Tour sollte Beides innerhalb weniger Sekunden gelingen. Ein herzerweichender Moment. Aber der Reihe nach. Mittwoch Morgen, 10.30 Uhr. In der Turnhalle der Grundschule am Tierpark in Bergheim ist alles anders als sonst. Scheinwerfer strahlen mit Kinderaugen um die Wette. Eine Bühne ist aufgebaut, Fotografen, Filmteams und die Frau vom Radio warten auf den großen Augenblick: den nämlich, als 110 Grundschüler und 40 Kinder aus dem benachbarten Kindergarten in die Halle stürmen. Sie alle sind tierisch gespannt auf dieses komische Mitmachtheater „Erwin und Rosi auf der Suche nach der verlorenen Sommersprosse“. Und diesen Professor aus Bochum, der extra zu ihnen kommt, um ihnen etwas zu schenken. Und tatsächlich schenkt Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer ihnen etwas, das Kinder heutzutage viel zu selten bekommen: Aufmerksamkeit und ein herzliches Lächeln.
Kaum hat Grönemeyer das Mikro in der Hand, stehen alle Kinder schon auf den Beinen. „Wer fit sein will, muss sich bewegen. Und wer sich bewegen will, sollte sich gesund ernähren – wer von euch hat denn heute Morgen nicht gefrühstückt?“, möchte Grönemeyer wissen. Mindestens ein Dutzend Arme gehen hoch, genau wie die Augenbrauen des Medizin-Professors, der sich seit Jahren für gute Ernährung und eine Stunde Sport täglich, an jeder Schule stark macht. Die Dietrich Grönemeyer Stiftung, sagt ihr Stifter, will Gesundheit von Kindesbeinen an fördern. Deshalb mache die Stiftung nun auch zusammen mit der Knappschaft Bahn-See mobil und toure mit dem Mitmachtheater rund um Erwin und Rosi durch zehn Städte in NRW. Wer Erwin und Rosi sind, möchte ein Kinder wissen… Und schon hat Prof. Grönemeyer die beiden Figuren aus seinem gleichnamigen Buch schon in den Händen. "Das ist Erwin, der steckt – wie ein echter Mensch – voller Überraschungen“, sagt Dietrich Grönemeyer und beginnt vor den größer werdenden Kinderaugen die Puppe zu öffnen. Unter dem Lachen der Kleinen lässt der Arzt den (Plüsch-)Darm purzeln, prüft die Nieren auf Herz und Nieren und stellt dann die Frage, die ihm den Tag versüßen wird: „Guckt mal, hier ist das Herz – wisst ihr, was das macht?“ – Und schon platzt die Antwort aus einem kleinen Jungen heraus: „Das Herz macht Liebe!“ Ein Moment für die Götter. Ein dicker Applaus. Begeisterung beim geistigen Vater von Erwin und Rosi, der um ein Haar vergessen könnte, dass die Schauspieler schon ganz gespannt auf ihren großen Auftritt warten…
Gerade noch freuten sich auch Bettina am Orde, Direktorin der Knappschaft Bahn-See, die Bergheimer Bürgermeisterin und die Schulleiterin über das tolle Projekt und die Chance, das Premieren-Publikum zu sein…schon geht es los und die Sprechstundenhilfe Bärbel Schönemeyer ergreift das Wort, um sich gleich sichtbar mit Meterlangen Namenslisten aller Kinder zu verzetteln.
Da taucht die Handpuppe Dr. Schönemeyer im Rampenlicht auf genau so wie das Geschwisterpaar Erwin und Rosi, das in der Arztpraxis tierisch viel helfen will. Wie putzt man die Zähne richtig? Was tun gegen Bauchschmerzen? Wieso sind Bewegung und Gleichgewicht so wichtig, wenn man gesund sein will? Auf all diese Fragen bekommen die Kinder kinderleichte Antworten. Das Mitmachtheater hat Hand und Fuß, jede Szene ist pädagogisch durchdacht: Mal hüpfen die Kinder auf einem Bein und klatschen dabei, während sie versuchen, das Gleichgewicht zu halten. Mal stampfen sie mit den Füßen, mal donnernder Applaus, mal kugeln sie sich vor Lachen, mal machen sie große Augen, wenn Schauspieler Kai Bettermann im Hasen-, Eulen- oder Schneckenkostüm auf die Bühne kommt. Gesang, Tanz, Instrumente – ja, sogar das Pupsen spielt eine Rolle in den Stück, das dabei helfen will, dass Gesundheit und Bewegung Schule machen.

Mit Herzlichkeit und Spaß ins Gleichgewicht
„Erwin und Rosi“-Tour besucht zehn Städte in NRW(Dietrich Grönemeyer Stiftung und Knappschaft machen Kinder mobil)


Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer ist ein Mann, der Beides liebt: Menschen zu begeistern – und sich von ihnen begeistern zu lassen. Beim Start der „Erwin und Rosi“-Tour sollte Beides innerhalb weniger Sekunden gelingen.

Ein herzerweichender Moment. Aber der Reihe nach. Mittwoch Morgen, 10.30 Uhr. In der Turnhalle der Grundschule am Tierpark in Bergheim ist alles anders als sonst. Scheinwerfer strahlen mit Kinderaugen um die Wette. Eine Bühne ist aufgebaut, Fotografen, Filmteams und die Frau vom Radio warten auf den großen Augenblick: den nämlich, als 110 Grundschüler und 40 Kinder aus dem benachbarten Kindergarten in die Halle stürmen.

Sie alle sind tierisch gespannt auf dieses komische Mitmachtheater „Erwin und Rosi auf der Suche nach der verlorenen Sommersprosse“. Und diesen Professor aus Bochum, der extra zu ihnen kommt, um ihnen etwas zu schenken. Und tatsächlich schenkt Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer ihnen etwas, das Kinder heutzutage viel zu selten bekommen: Aufmerksamkeit und ein herzliches Lächeln.Kaum hat Grönemeyer das Mikro in der Hand, stehen alle Kinder schon auf den Beinen. „Wer fit sein will, muss sich bewegen. Und wer sich bewegen will, sollte sich gesund ernähren – wer von euch hat denn heute Morgen nicht gefrühstückt?“, möchte Grönemeyer wissen. Mindestens ein Dutzend Arme gehen hoch, genau wie die Augenbrauen des Medizin-Professors, der sich seit Jahren für gute Ernährung und eine Stunde Sport täglich, an jeder Schule stark macht.

Die Dietrich Grönemeyer Stiftung, sagt ihr Stifter, will Gesundheit von Kindesbeinen an fördern. Deshalb mache die Stiftung nun auch zusammen mit der Knappschaft Bahn-See mobil und toure mit dem Mitmachtheater rund um Erwin und Rosi durch zehn Städte in NRW. Wer Erwin und Rosi sind, möchte ein Kinder wissen… Und schon hat Prof. Grönemeyer die beiden Figuren aus seinem gleichnamigen Buch schon in den Händen. "Das ist Erwin, der steckt – wie ein echter Mensch – voller Überraschungen“, sagt Dietrich Grönemeyer und beginnt vor den größer werdenden Kinderaugen die Puppe zu öffnen. Unter dem Lachen der Kleinen lässt der Arzt den (Plüsch-)Darm purzeln, prüft die Nieren auf Herz und Nieren und stellt dann die Frage, die ihm den Tag versüßen wird: „Guckt mal, hier ist das Herz – wisst ihr, was das macht?“ – Und schon platzt die Antwort aus einem kleinen Jungen heraus: „Das Herz macht Liebe!“ Ein Moment für die Götter. Ein dicker Applaus. Begeisterung beim geistigen Vater von Erwin und Rosi, der um ein Haar vergessen könnte, dass die Schauspieler schon ganz gespannt auf ihren großen Auftritt warten…

Gerade noch freuten sich auch Bettina am Orde, Direktorin der Knappschaft Bahn-See, die Bergheimer Bürgermeisterin und die Schulleiterin über das tolle Projekt und die Chance, das Premieren-Publikum zu sein…schon geht es los und die Sprechstundenhilfe Bärbel Schönemeyer ergreift das Wort, um sich gleich sichtbar mit Meterlangen Namenslisten aller Kinder zu verzetteln.Da taucht die Handpuppe Dr. Schönemeyer im Rampenlicht auf genau so wie das Geschwisterpaar Erwin und Rosi, das in der Arztpraxis tierisch viel helfen will. Wie putzt man die Zähne richtig? Was tun gegen Bauchschmerzen? Wieso sind Bewegung und Gleichgewicht so wichtig, wenn man gesund sein will?

Auf all diese Fragen bekommen die Kinder kinderleichte Antworten. Das Mitmachtheater hat Hand und Fuß, jede Szene ist pädagogisch durchdacht: Mal hüpfen die Kinder auf einem Bein und klatschen dabei, während sie versuchen, das Gleichgewicht zu halten. Mal stampfen sie mit den Füßen, mal donnernder Applaus, mal kugeln sie sich vor Lachen, mal machen sie große Augen, wenn Schauspieler Kai Bettermann im Hasen-, Eulen- oder Schneckenkostüm auf die Bühne kommt. Gesang, Tanz, Instrumente – ja, sogar das Pupsen spielt eine Rolle in den Stück, das dabei helfen will, dass Gesundheit und Bewegung Schule machen.

 

 

Studie der Dietrich Grönemeyer Stiftung untersucht Auswirkungen eines regelmäßigen Gleichgewichtstrainings im Schulalltag auf die schulischen Lernerfolge in Deutsch und Mathematik!


Die im März 2013 erscheinende wissenschaftliche Studie „Schnecke-Bildung braucht Gesundheit II“, herausg

egeben von der Dietrich Grönemeyer Stiftung für Prävention und Gesundheitsförderung in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium, baut auf Untersuchungsergebnissen aus dem Jahr 2009 auf. Im Rahmen eines Screenings von mehr als 8000 hessischen Schülern aller Schulformen wurde damals über einen Zeitraum von 2 Jahren die Korrelation zwischen Auffälligkeiten in den Bereichen Hören, Sehen und Gleichgewicht und den Schulnoten in Deutsch, Mathematik und Sport untersucht.

weiterlesen

Erwin und Rosi wollen alles wissen: Wie sind wir auf die Welt gekommen? Wozu brauchen wir Knochen? Was passiert mit dem Gummibärchen in meinem Bauch? Was sind Bazillen und warum werden wir manchmal krank?

Wie gut, dass sie den Doc - alias Professor Grönemeyer - haben, denn er kann ihnen alle ihre Fragen beantworten, zeigt ihnen wie unser Körper funktioniert und warum wir alle einmalig sind.

weitere Informationen

 

 

Arzt mit Herz und Seele

Ein Pionier der High-Tech-Medizin und ein Verfechter klassischer Heilkunst, ein unermüdlicher Gesundheitsaufklärer, ein Grenzgänger zwischen den Disziplinen und ein gesuchter Ratgeber der Politik, einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren unserer Tage feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag.

Grund genug für die Herausgabe eines Bandes mit bislang unbekannten Texten, mit polemischen Zwischenrufen, gesundheitspolitischen Entwürfen, neuen Ideen, Fragen nach dem Menschseinund einfühlsamen Betrachtungen zur Lebenskunst und Medizin, mit kulturhistorischen Rückblicken und mit Gedichten, die zur persönlichen Begegnung einladen.

Engagiert für den ganzen Menschen – das persönlichste Buch von Prof. Dr. Grönemeyer

weitere Informationen

 

Dietrich Grönemeyers „Medi-Circus“ auf Reisen!

Das Mitmach-Theater mit dem kleinen Medicus gastiert an 17 hessischen Schulen – für mehr Bewegung, gesunde Ernährung und Freude am Leben.

Dietrich Grönemeyers „Kleiner Medicus“ tourt von Anfang November bis Mitte Dezember 2012 durch Hessen. Premiere dieses „Medi-Circus“ ist am 5. November in Baunatal bei Kassel. Das Mitmach-Theater ist eine Initiative der Dietrich Grönemeyer Stiftung in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium, unterstützt von der Techniker Krankenkasse.

Der „Medi-Circus“ basiert auf Dietrich Grönemeyers Gesundheitsmusical „Der Kleine Medicus“ und verbindet Gesundheitsunterricht, Musik, Bewegung und Artistik zu einem einmaligen Unterhaltungskonzept. Vor allem Kinder sollen so spielerisch zu mehr Gesundheitsbewusstsein angeregt werden.

Pressemitteilung


Wir Besser-Esser. Gesunde Ernährung macht Spaß

Das neue Buch von Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer "Wir Besser-Esser. Gesunde Ernährung macht Spaß" ist am 21. Juni erschienen.

Ohne diätetischen Dogmatismus, in witzigen Dialogen zwischen dem aus früheren Büchern bekannten "kleinen Medicus" und dem nimmersatten Spekki Bulletti – einem großen Fressdachs -, bei phantastischen Reisen durch den Verdauungstrakt und bei Ausflügen auf den Bauernhof können Kinder wie Erwachsene lernen, wie man besser essen kann: sinnvoll, vernünftig und mit großem Genuss.

Appetitanregend verraten die "Mini-Reporter" ihre Lieblingsrezepte. Praktische Hinweise zum Kochen, Essen, Tisch decken und zahlreiche Erklärungen der verschiedensten Bestandteile unserer Nahrung von "Doc Grönemeyer", verbunden mit naturheilkundlichen Hinweisen, machen das erzählende Sachbuch schließlich zu einem Nachschlagewerk für die ganze Familie und für den Schulunterricht, das zeigt: Besser Essen ist nicht nur gesund und macht Spaß, es ist auch ganz einfach: ein großes Vergnügen.

weitere Informationen

www.facebook.com/kleinermedicus


Dein gesundes Herz
DVD-Ratgeber - erscheint am 24. Februar 2012

Schlag für Schlag hält das Herz den Kreislauf in Gang. Kein Muskel unseres Körpers arbeitet so ununterbrochen, reibungslos und exakt. Doch was ist, wenn das Herz plötzlich krank wird?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die meist verbreitetsten Volksleiden und noch immer die häufigste Todesursache in Deutschland. Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer hat am eigenen Leib erfahren, was es heißt, wenn „die Pumpe streikt“, als er vor 16 Jahren eine Herzmuskelentzündung hatte.

Nach dieser lebensbedrohlichen Erfahrung hat er sich intensiv mit dem wichtigsten Organ des Menschen beschäftigt - und die verschiedene Herzerkrankungen hinterfragt. Gemeinsam mit einem Kardiologen informiert er über die Funktionsweise des zentralen Organs unseres Körpers, erläutert die wichtigsten Erkrankungen und gibt Tipps, wie man gesund bleibt. Dabei vergisst das Ärzteteam nie, die seelischen Ursachen der Herzleiden einzubeziehen. Wie im Notfall richtig reagiert wird und Leben gerettet werden können, erfährt man so aus erster Hand.

Pressemitteilung

 

Lebe mit Herz und Seele
Jetzt auch als eBook erschienen

Das Leben ist kostbar. Dieses Wunder neu zu begreifen, ist der Kern jeder Lebenskunst. Dietrich Grönemeyer zeigt sieben Haltungen zur Lebenskunst, die uns zur eigenen Mitte führen, die Kraft und Energie geben – für Körper und Seele: Mensch, bleib nah bei dir selbst. Lebe dein Leben intensiv und gemeinschaftlich – voller Lebenslust. Entscheidend ist dabei: Nicht warten, sondern sich als verantwortlicher Mensch im Lebensumfeld aktiv bewegen. Sinnvoll Leben heißt auch, dem Druck zu widerstehen, alles nur unter dem Geldwert oder der Funktion zu sehen. Wir sind Teil des Ganzen und gleichzeitig aufeinander angewiesen. Wir kommen alle für eine begrenzte Lebenszeit auf die Erde. Dieses Wunder neu zu begreifen, ist Kern jeder Lebenskunst. Mit Herz und Seele eben.

iTunes - Kindle
weitere Informationen zum Buch



Aktuelle Informationen über Dietrich Grönemeyer finden Sie auch auf Facebook:
www.facebook.com/dietrichgroenemeyer

Vorbeugen und Nachdenken ist besser als Heilen -
Tipps für ein langes, gesundes Leben.

Prof. Dietrich Grönemeyer im Gespräch mit
Meinhard Schmidt-Degenhard im Konzil Konstanz.

Ein Audio-Mitschnitt.

Teil 1:

(16,59 MB)

Teil 2:

(20,97 MB)